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Malawi April 2010

Malawi

Der ostafrikanische Staat Malawi, der im Norden von Tansania, im Süden von Mosambik, im Osten vom Indischen Ozean und im Westen von Sambia begrenzt ist, hat eine Nordsüdausdehnung von 850km sowie eine Ostwestausdehnung von 350km.

In Malawi leben etwa 14 Millionen Menschen, vorwiegend verschiedene Bantu-Stämme. Die Amtssprachen sind Chichewa und Englisch. Nur 17% der Bevölkerung lebt in Städten; die beiden größten Städte sind Lilongwe und Blantyre mit je etwa 500.000 Einwohnern.

Das jährliche Bruttoinlandsprodukt pro Person beträgt ungefähr 340$ - in Deutschland sind es 34.000$.

46% der Malawier sind Kinder und Jugendliche, die mittlere Lebenserwartung liegt bei 42 Jahren, etwa 20% der Kinder sterben in den ersten 5 Lebensjahren.

14% der Gesamtbevölkerung ist HIV-positiv. Rechnet man die älteren Menschen heraus, dann ergibt sich ein deutlich höherer Anteil in der jungen und mittelalten Bevölkerung.

Auf einen Arzt kommen in Malawi 50.000Einwohner - in Deutschland sind es 282 Einwohner pro Arzt.

St.Gabriel's Hospital in Namitete

In dem St.Gabriel's Distriktkrankenhaus, das von Karmeliterinnen aus Luxemburg 1959 gegründet wurde und weiterhin betreut wird, ist eine große Kinderstation, eine internistische, gynäkologische und chirurgische Abteilung, ein Labor sowie eine Röntgenabteilung untergebracht.

Für die Kinderstation mit 100 Betten, verteilt auf zwei Räume, sind zwei clinical officers (dreijährige medizinische Ausbildung an einer Fachhochschule) und für jeden Krankensaal zwei Krankenschwestern zuständig. Die Erstuntersuchung im Ambulanzbereich erfolgt durch medical assistants (weitergebildete Krankenschwestern oder -pfleger), die für die Entscheidung einer stationären Aufnahme verantwortlich sind.

Fast alle stationär behandelten Kinder sind unterernährt (Marasmus oder Kwashiorkor-Syndrom) und anämisch. Die am häufigsten auftretende Erkrankung ist die Malaria tropica, oft in ihrer schwersten Form mit lebensbedrohlichen Komplikationen (Pneumonie, Encephalitis).

Am gefürchtetsten sind die cerebrale Malaria und das gleichzeitige Vorliegen von einer HIV-Erkrankung.

Das karitativ arbeitende St.Gabriel's Krankenhaus ist ohne materielle Unterstützung von außen nicht denkbar.Ein wesentlicher Teil der medizinischen Versorgung wird durch ausländische Volunteers geleistet.

Wünschenswert wäre eine kinderfachärztliche Betreuung der Kinderstation bzw. die Weiterbildung der clinical officers durch Kinderärzte.